Ausbildung mit Profil: Vielseitige Perspektiven bei GAD

Sieben Azubis erzählen im Gespräch mit Claudia Salbaum, Verwaltung, von ihrem Arbeitsgefühl bei GAD, schönen Erlebnissen und Wünschen

Wir Azubis freuen uns, dass wir gehört werden (von links nach rechts: Amil Aga, Marko Tmusic, Marc Underberg, Laura Felleiter, David Renner, Muhammad Alhanash, Stefanie Ferber)

Ganz links dabei: Tahir Ljiko, u. a. Fertigungssteuerung. Ganz rechts: Claudia Salbaum, Buchhaltung, Interviewerin

Im Kreis können wir offen miteinander reden

Ausbildung mit Profil: Vielseitige Perspektiven bei GAD

Auszubildende der GAD GMBH im Februar 2018 im Interview: Empfinden von Akzeptanz und sofortiger Zugehörigkeit

 

Interviewpartner waren bei diesem Gespräch die Auszubildenden: Amil Aga, Laura Felleiter, Stefanie Ferber, Muhammad Alhanash, Marc Underberg, David Renner und Marko Tmusic. Das Gespräch führte Claudia Salbaum, Verwaltung GAD; außerdem dabei Tahir Ljiko, bei GAD u. a. zuständig für Arbeitsvorbereitung. GAD bildet für folgende Berufe aus:

  • Industriekauffrau/-mann,
  • Fachkraft für Lagerlogistik sowie
  • Maschinen- und Anlagenführer/in Draht- und Kabeltechnik.

Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, dass die Auszubildenden vertiefend zu ihrer Kernausbildung auch von den anderen Bereichen Eindrücke sammeln und sich dort auch aktiv einbringen können. Zusätzlich zur praktischen Ausbildung in den Abteilungen findet wöchentlich theoretischer Unterricht statt. Inhalte werden von den Ausbildern durch Präsentationen vermittelt; durch gezielte Ausbilderfragen kann jeder Azubi das Erreichen seiner Lernziele kontinuierlich überprüfen. Während der praktischen Ausbildung kann es zu kurzfristigen Einsätzen der Azubis in anderen Bereichen kommen. Teilweise kann dies die aktuelle Kernaufgabe der Azubis beeinträchtigen; hier sind Überlegungen zu Verbesserungen im Gange. Zusätzlich zur täglichen Lehrlingsausbildung organisiert GAD Schülerhospitationen vor Ort; die Azubis stellen den Schülern, auch in Gestalt von Präsentationen, ihren gewählten Ausbildungsberuf vor. Diese Aktion ist in das MAP-Projekt der „HERMANN GUTMANN STIFTUNG“ eingebettet. Während des, ebenfalls unter Ägide der HERMANN GUTMANN STIFTUNG stehenden, jährlichen Berufsparcours oder der BAM (Berufsausbildungsmesse) bringen GAD Azubis sich in Praxisdemonstrationen des Drahtziehens mit ein und erläutern den Schülern vor allem praktisch-manuell, was sie als Azubis tun. Schon in so manchem Schüler wurde dadurch der Wunsch geweckt, selbst Praktikant oder Auszubildender bei der GAD zu werden.

Bei der Darstellung des Interviews haben wir uns bewusst dafür entschieden, eine aussagekräftige Zusammenfassung der Aussagen aus der Gruppe heraus zu erarbeiten, so dass die Sicht der Interviewerin die Antworten prägt. Der Hintergrund dieser Überlegung war, den einzelnen Azubi in seinem eigenen Interesse zu schützen, sollten ihm bestimmte Bemerkungen und Meinungen dann doch zu persönlich sein. Hier schon vorausgeschickt: Am Ende des Interviews betonten die Auszubildenden, dass es eine gute Möglichkeit war, sich in dieser Runde zu äußern. Als sehr positiv werteten sie, dass sie wirkliches Interesse spürten und dass sie dieses Gespräch als weiteren Beleg dafür sehen, dass bei GAD über die Leistung hinaus auch die gemeinsamen Momente zählen.

 

Warum habt Ihr Euch gerade für diesen Ausbildungsberuf hier bei GAD entschieden?

Einige Azubis waren sich nach Schulabschluss erst mal gar nicht sicher, welchen Beruf sie überhaupt erlernen wollten. Deswegen haben sie in den verschiedensten Firmen Praktika gemacht, für ganz unterschiedliche Berufe. In dieser Phase ging es den heutigen GAD-Azubis weniger um das Finanzielle, sondern um die Erfahrungen, die sie hier machen konnten.

 

Warum habt Ihr Euch speziell bei der GAD beworben?

Einige Azubis haben vorher ein Praktikum bei GAD gemacht. Und jeder bzw. jede von ihnen hatte hier ganz rasch das Empfinden von Akzeptanz und einem Gefühl sofortiger Zugehörigkeit. Dann kam verstärkend hinzu, dass für jeden der heute sieben GAD-Azubis bei GAD genau der Ausbildungsberuf ausgeschrieben war, den nach vielfältigen Praktika-Erfahrungen jeder / jede individuell erlernen wollte. Ganz rund wurde die Sache für die Azubis dadurch, dass nach dem so positiv erfahrenen Praktikum hier jeder von ihnen Lust hatte, bei GAD zu arbeiten – und berechtigt zuversichtlich sein durfte, auch einen Ausbildungsvertrag zu bekommen.  

 

Mit welcher Erwartungshaltung habt Ihr die Ausbildung begonnen?

Alle sieben Azubis haben die Ausbildung als persönliche Herausforderung gesehen, die Vielseitigkeit hat ihnen allen gefallen - und nicht zuletzt, dass es über die Grundausbildung hinaus auch Möglichkeiten der Weiterbildung gibt.

 

Wie habt Ihr in der ersten Zeit das nun richtige Berufsleben empfunden?

Das haben alle sieben Azubis als absolut positiv erlebt, weil jeder / jede von Anfang an voll eingebunden wurde in die Arbeitsabläufe. Am Ende des Tages sieht jeder Azubi, was er bzw. sie heute geschafft hat. Durch das Vertrauen, das die neuen Kollegen den Azubis entgegenbringen, wächst auch das gute Gefühl, Verantwortung zu haben. Das Einzige, was alle Sieben gerade in den ersten Wochen als ziemlich anstrengend empfunden haben, war die Umstellung vom rein geistigen Lernen in der Schule auf manchmal richtig anstrengende körperliche Arbeit.

 

Was hat Euch in Eurem heutigen Job wirklich angenehm überrascht und was hat Euch weniger angenehm berührt?

Besonders schön finden die Azubis die freundliche Art der Kollegen, verbunden mit einem wohl echten Interesse daran, wie sich die Azubis bei GAD zurechtfinden, „wie geht’s Dir heute?“ ist eine der Fragen, die von den erfahrenen Kollegen des Öfteren kommt. Jeder kennt jeden mit Namen, es ist ein bisschen wie in einer großen GAD-Familie. Die Azubis haben hier bei GAD auch wichtige menschliche Erfahrungen gemacht, etwa, wie es mit Vertrauen aussieht: Wie weit können wir uns öffnen und gegenüber wem? Als manchmal anstrengend empfinden die Azubis Tätigkeiten, die sie sich vorher nicht vorstellen konnten und die ihnen wirklich einiges abverlangen.

 

Wie ist Euer Kontakt bzw. Erfahrungsaustausch untereinander? Könnt Ihr Euch gegenseitig unterstützen?

Wenn nicht gegenseitig, wer sollte es sonst tun? Das ist aber auch in der berufsbegleitenden Schule nicht anders. Die Auszubildenden, die schon mehr Erfahrung haben, sagen den „Neuen“, worauf zu achten ist. Auch während der Mittagspause in der Kantine vertiefen die Azubis Kontakte zu den Kollegen.

 

Unterstützt die berufsbegleitende Schule die praktische Arbeit im Berufsleben oder zeigt sie sich mehr von der theoretischen Seite?

In der begleitenden Berufsschulausbildung setzen sich die Azubis auch mit Themen auseinander, die sie im Beruf so nicht 1:1 umsetzen können, Theorie und Praxis sind eben nicht immer deckungsgleich. Alle Azubis sehen aber den Wert der schulischen Fortbildung, um „grundsätzliches Wissen“ zu erlernen. So ist ein Lehrstoff bspw. die Betriebsführung durch andere Firmen, die wieder andere Abläufe praktizieren als GAD.

 

Was empfindet Ihr als besonders in Eurer Lehrlingsausbildung?

Als etwas Besonderes sehen die Azubis die Chance, bei der GAD auch in die Abteilungen Einblick zu bekommen, die nicht unmittelbar auf dem Ausbildungsprogramm stehen. So lernt ein Azubi, der eine kaufmännische Ausbildung macht, auch die Maschinen, die Abläufe und die Produkte in der Produktion kennen. Umgekehrt haben die Auszubildenden zum Maschinen- und Anlagenführer sowie zur Fachkraft für Logistik Gelegenheit zu sehen, was die Vertriebsabteilung sowie die Verwaltung im Detail täglich für Arbeitsabläufe auf dem Tagesplan hat.

 

Wie sehen Eure Pläne nach der Ausbildung aus?

So unterschiedlich wie Menschen sind, so unterschiedlich sehen auch die jeweiligen Zukunftspläne aus. Die meisten Azubis möchten jetzt erst einmal ihren Abschluss machen und sich dann anschließend mit Zukunftsüberlegungen auseinandersetzen. Wenn später Weiterbildung, dann steht die Option Abendkurse im Vordergrund. Hier spielt eine wichtige Rolle, dass sich die Azubis Gedanken machen, wie sie Weiterbildungswissen später in der Firma einsetzen können und ob überhaupt die erforderlichen Stellen dafür vorhanden und ausgeschrieben sind?

 

Was würdet Ihr Euch vom Unternehmen GAD wünschen, für die Zeit nach Eurer Ausbildung?

Die Firma wird sicherlich auch im eigenen Interesse darauf bedacht sein, den Einsatz nach Fähigkeiten und besonderen Kenntnissen zu ermöglichen. Realistisch ist, dass das nicht immer durchführbar sein wird, da Faktoren wie geeignete und zum richtigen Zeitpunkt offene Stellen und die Gewährleistung der Arbeitsabläufe berücksichtigt werden müssen. Alle Azubis wünschen sich aber einhellig, frühzeitig gefragt zu werden, in welchen Bereichen sie gerne als Angestellte von GAD arbeiten würden. Dazu würde dann auch eine zeitgerechte Information gehören, ob und wenn ja wie und in welchen Bereichen sich das Unternehmen eine spätere Zusammenarbeit mit ihnen vorstellen könnte. Natürlich hat jeder Azubi seine persönlichen Wunschvorstellungen und Träume und es wäre einfach das Optimale, wenn das Unternehmen GAD hier die passenden Chancen bieten würde.